Coitus poeticus - Timo Brunke

du hast meiner scham ein ende gesetzt

wie man ein fenster dem nachtwind öffnet

meine worte möchten ein martini bianco sein für dein linkes Ohr

und ein martini d´oro für dein rechts

mein exklusivvertrag, mein stückzahl eins und alles

bei h&m-plakaten an der ecke

bei den citylights auf dem bahnsteig, du bist schön!

dein gang ist ein actionfilm, der mich zur spätvorstellung überredet

dein gang ist rhythmischer als hiphop-beats

und dein schreiten wiegender als girlysoul-melodien

dein haar ist blonder gemüsehobel der den apfel meines auges teilt

deine zähne sind ein vollbesetzter parkplatz der in der sonne blitzt

dei der violine deiner nase du bist schön

deine finger sind seeanemonen

und die finger deiner hand sind

nürnberger würstchen

aus helffenbeyn

bei den flutlichtern über der stadt

das dunkel deiner augen ist soul für meine seele

deine augenbrauen sind steinzeithöhlenkrakel

die vom beutemachen im morast erzählen

dein hals ist die spiegelnde strebe die die kuppel des neuen reichstags trägt

dein dekolletee ist das dekolletee deines dekolletees

dein busen ragt wie die hügel von stuttgart die mit frischem grün winken

dein leib ist ein edles braunes cello

dein leib ist ein leuchtender messestand mit hochglanzprospekten geschmückt

dein rumpf ist der rumpf deines rumpfes

die haut deines leibes ist weich wie das sofa deiner eltern

auf dem wir uns lagern sollten

dein leib ist wie die dünen von amrum

und dein körper wie ein morgen in den dünen

du lagerst dich auf dein polster geschmeidiger als ein schuss caffé

in die fluten einer latte macchiato flutet

deine lippen sind eine languste auf dem vorspeisenteller bei carlos

ein teller langusten beim spanier

das schürzen deiner lippen ist das schürzen deiner lippen...

lass mich trinken

mein mund Euer liebhaber kommt zu Euch:

deine lippen sind der basketballkorb in den ich meine zunge werfe

ich umschließe deine lippen wie ein südseefisch an korallen knabbert

ich verzehre meine languste mitsamt dem farbstoff von dior

mitsamt dem aroma von gauloise

beiße ich sacht in die scampi deiner lippen

dein schlüsselbein ist ein knochen für meine zunge

deine schulter ist ein lohnender aufstieg für die zunge meines mundes

dein fleisch ist aprikosenfleisch mit milch durchschwängert

die knospen deiner brüste sind fester als schneckenhäuschen am weinbergwall

deine brüste sind die brüste deiner brüste

deine brüstchen sind törtchen aus steifem rahm geformt

deine mölkchen sind die mölkchen deiner milchmölkchen!

lady streichle mir mein t-shirt von der haut

streichle es mir in fetzen mein t-shirt

ich will meine päckchen greifen

ich will die geschenke vom papier befrein und mein spielzeug erben

ich will meine äpfel glacieren gehn

drum löse ich

drum löse ich auf

drum löse ich auf den halter

drum löse ich auf den halter deiner büsten

und

und zu

und zu boden fällt...

unsere schuhe fliegen-vier ecken hat der raum!

meine winkerkrabbe mit dem aufgestellten bein was winkest du?!

deine schenkel sind schwankende baugerüste kurz vorm einsturz der eisen-egohütte

mein körper dein liebhaber kommt zu dir!

lass mich sincken!

dein zugriff ist schnell wie das flitzen von lichtern im tunnel bei 120

Kha! Ahäm! Hah!

dein rücken ist eine hochhausfassade aus marmor und glas

die von den wassern meines mundes glänzt

dein bauch ist ein hellbrauner sperrbezirk über der spielhölle deiner musch

bei den dönersäulen deiner schenkel

deine schenkel sind saftiger als das fleisch, das am drehgrill brutzelt

bei der bar deiner beine: dein fleisch schmeckt süß wie ramazotti!

dein po ist runder

als eine kugel eis

und dein popolino runder

als sechs kugeln eis

er ist feister als der krawattenknoten meines vaters

mein heiß umkämpfter landstrich

heißes buffet

endlose ebene,

freies nacktes feld

meine hauptstadt

mein reiches dorf

meine mondlandschaft,

bei den weißen dei den schneeweißen pisten deines leibes

leg mir die hände zwischen die schenkel

lege sie dichter als lack auf meine bebenden lenden

meine flötenlehrerin

meine kokosmacherin

mein flusspferd!

bei den riesenschmetterlingsflügeln deiner schenkel:

deine musch ist eine dachterrasse auf der kleine kätzchen tollen bis der regen fällt

die locken deiner musch sind eichenwipfel die

über die höhenterrasse deiner spitzen ragen

lass mich dein bagger sein der die caféterrasse deines spitzenslips abträgt.

bei deinem unterleibsöhrchen dem ich flüstern mag

deine musch ist ein eisenbahndamm von wilden himbeeren überwuchert

deine musch ist ein brunnen im park von sanssouci

eine knisternde schaumkrone in der brandung

mit deiner kleinen koralle die zwischen den seeanemonen hockt

rubina die koralle, die aus dem spülsaum deiner musch mit feinem tastarm ragt/dein süßes

gaumenzäpfchen dem meine zunge appetit macht

mein mariannengraben!

lüsterner tidenhub

osmotischer OHMOHM-osmose

mein waldstück mein urwald

mein schössling dein liebhaber kommt zu dir!

lass mich dich finden!

meine wut-ach!-schlucht

o stall von bätt-lä-ahämm!

bei den ausfallstraßen unserer liebe

beim getrampel der gäste im treppenhaus draußen,

rüttel und schüttel mich!

dein bett muss reden

wenn wir schaukeln

stoßstange an stoßstange

mein klettersteig

meine bergführerin

wie eine kaufhauskuppel komm über mich!

beim sound aller tiefgelegten karossen der stadt-ruf aus,was du fühlst!

dampfnudeln sind wir

bei den brüsten deiner brüste bei dem schooss deines schoosses

mein höhentiefenrausch!

ankunft im hafen

ahoi, ah, ahoi!

rasselnder anker!

>>mann über bord!<<






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